Die Familie Brogsitter ist ein altes Winzergeschlecht und seit dem Jahr 1600 im
Ahrtal ansässig. Die heutige Unternehmensgruppe Brogsitter, geführt von Hans-Joachim Brogsitter, ist modern und weltoffen ausgerichtet mit dem Wissen um die
Geschichte des Hauses und der Tradition verpflichtet.
Diese jahrhundertealte Tradition ist eng mit dem Gasthaus Sanct Peter verknüpft
(ehemals Weingut zum Heiligen Sanct Peter, benannt nach dem Petersdom in
Rom, damals in Besitz der Domherren zu Köln). Bereits die Römer nutzten die
sonnige und fruchtbare Lage am Talrand der Ahr für den Weinbau.
Das Gasthaus wird erstmals um das Jahr 600 als „fränkischer königseigener
Meierhof“ erwähnt und zählt somit zu den ältesten Häusern Deutschlands. Das
Weingut zum Heiligen Sanct Peter erlebte dann durch die Jahrhunderte eine wechselvolle
Geschichte: Um das Jahr 800 schenkten die fränkischen Könige das Gut
Sanct Peter dem bedeutenden Benediktinerkloster Prüm in der Eifel. Um das Jahr
1100 übertrug das Kloster Prüm seine Walporzheimer Weinberge und Besitzungen
mit dem Gut Sanct Peter im Tausch an das im Ahrtal ansässige Grafengeschlecht
derer von Are zu Hochstaden zur Arrondierung deren Besitzes. Dies kann somit
schon als „Flurbereinigung“ bezeichnet werden.
Die bedeutende Zeitrechnung des Weingutes zum Heiligen Sanct Peter begann
am 16. April 1246. Der letzte Sproß des Hauses von Are zu Hochstaden, Graf
Friedrich, verschenkte auf dem Sterbebett die Grafschaften Ahr und Hochstaden
mit dem Hofgut Sanct Peter und all seinen Liegenschaften und den besten Weinbergen
an der Ahr an das Kölner Domstift. Mit dieser Schenkung erhoffte er sich
Zugang ins Paradies. Übrigens: Sein Bruder Leonhard legte 1248 den Grundstein
des heutigen neuen Kölner Doms. |